Missverständnisse über Blumenwiesen

Einjährige Blumenwiesen?

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Das Angebot 1-jähriger Mischungen (Sommerflorwiesen) ist vielfältig. Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass das nicht von Dauer ist

 

Gibt es Alternativen ?

Die Mischungen tragen wohlklingende Namen und blühen bereits 4-8 Wochen nach der Saat in allen Farben ein ganzes Jahr lang. Nach der Saat ist bis im Herbst nichts mehr zu tun. Aber Vorsicht: Auch viele Unkräuter wachsen im Verborgenen…
Alle diese Mischungen sind ähnlich aufgebaut. Sie bestehen aus einjährigen, importierten Gartenblumen und zum Teil auch noch aus einigen fremdländischen Wildblumen:
Goldmohn, Schmuckkörbchen, Mädchenaugen, Ringelblumen, Roter Lein, Steppenmohn, gefüllte Kornblumen, Kamillen, Buschwinden oder Kapmargriten. Das Saatgut dieser Blumen ist meist spottbillig und wird weltweit als Sommerflor verkauft.

Was geschieht im nächsten Jahr?

Schon der nächste Frühling bringt ein böses Erwachen. Zwar konnten einige dieser standortfremden Schmuckpflanzen im vergangenen Sommer absamen. Das Mischungsverhältnis stimmt jetzt aber nicht und die Parzelle sollte neu angesät werden. Aber nun melden sich auch noch die Spielverderber wie Hirsen, Amarant, Franzosenkraut oder Melden die unbemerkt einen ganzen Sommer lang blühen und klammheimlich Unmengen an Samen produzieren zu Wort.

Nicht einmal ein Totalherbizideinsatz kann das Dilemma lösen:Der Vorrat an Unkrautsamen ist in den meisten Fällen so hoch, dass der Blütentraum im zweiten oder spätestens im dritten Sommer eher als Unkrautacker statt als Blumenmeer wahrgenommen wird.

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Trotz einer Neusaat ist die einjährige Sommerflormischung fast nicht mehr zu sehen.

 

Wie hoch ist der ökologische Nutzen solcher Anlagen?

Einjährige Sommerflormischungen werden oftmals aus ökologischen Überlegungen ausgesät. Man möchte den Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und den Schmetterlingen etwas Gutes tun. Diese Erwartungen können die Samenmischungen aus exotischen Gartenblumen aber nur teilweise erfüllen. Man trifft in den Anlagen vor allem Generalisten an, Insekten, die in ihrer Futterwahl nicht besonders wählerisch sind.
Wenn es darum geht, spezifische Pollen für die eigene Brut zu sammeln, gehen oligolektische Wildbienenarten leer aus. Oligolektische Bienenarten müssen ihre Brut mit Pollen einer einzigen einheimischen Wildpflanzenart versorgen. Zahlreiche unserer wunderschönen Tag- und Nachtfalter erlaben sich am Nektar der exotischen Pflanzen. Ihre Eier legen sie aber nur auf bestimmte Pflanzen oder Pflanzenfamilien ab. Der Falternachwuchs, die Raupen, sind da sehr wählerisch. Mitten im Blütentraum müssten sie verhungern.

 

Sind solche Mischungen überhaupt erlaubt?

Jein! Das Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG Art 23. f.) verbietet das Ausbringen von fremdländischen Pflanzen in der freien Landschaft. Ausgenommen von dieser Einschränkung sind Bauwerke, Gärten, Gehege und die Land- und Forstwirtschaft. Im urbanen Raum wird es also kaum je zu einer Anzeige kommen. Ganz anders würde es aussehen, wenn eine solche Aussaat draussen in der freien Landschaft oder gar in einem Naturschutzgebiet vorgenommen würde.

 

Was gibt es für Alternativen?

Es gibt Alternativen zum importierten, einjährigen Sommerflor:
Die Mischung UFA-Blütenzauber CH ist eine 1-jährige, einheimische Wildblumenmischung, welche für eine Saison mit gutem Gewissen ausgesät werden kann. Zum Beispiel, wenn der Saatzeitpunkt für eine ausdauernde Wildblumenmischung vorbei ist oder eine Rabatte für ein Jahr möglichst rasche Blumenreich sein soll. Aber auch diese Mischung sollte in den folgenden Jahren nicht wieder auf der gleichen Fläche ausgebracht werden.
Als dauerhafte Lösung ist die echte, ausdauernde Wildblumenwiese oder der UFA-Blumenrasen CH-G, bestehend aus einheimischen Wildgräsern und Wiesenblumen das Beste. Mit einem breiten Blüten- und Pflanzenangebot bietet er Nahrung, Unterschlupf für zahlreiche einheimische Insekten, Wildbienen und Hummeln. Da kommen auch die Spezialisten und zahlreiche Rote-Liste-Arten voll auf ihre Rechnung.

UFA-Wildblumenwiese Original CH-i-G

UFA-Blumenrasen CH-G

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