Wertvolle Tipps

Der Standort

Für die Anlage eines UFA-Blumenrasens CH eignet sich grund­sätzlich jeder Standort im Schweizer Mittelland, auf dem auch ein «gewöhnlicher Gräserrasen» wachsen würde. Möglich sind sonnige und magere Standorte bis hin zu nährstoffreichen, lehmigen und schattigen Flächen. Der Boden darf also in sei­nem ursprünglichen Zustand belassen werden, ein künstliches Abmagern ist nicht nötig!

Ein neu angesäter UFA-Blumenrasen CH blüht erstmals nach einer Überwinterung. Deshalb sieht eine Neuanlage im Aussaatjahr sehr schlecht aus und der Deckungsgrad ist ungenü­gend. Mehr noch: Beim flüchtigen Betrachten sieht der Laie im Aussaatjahr oft nur Unkraut. Das muss (leider!) so sein!

 

Die Saatbettvorbereitung

Vor einer Neusaat muss die «alte» Pflanzengesellschaft rest­los beseitigt werden (umgraben, abschä­len, hacken, pflügen, fräsen etc.).

2 bis 3 Wochen nach der Bodenbearbeitung beginnt die Spontanflora (Unkraut) schon wieder zu spriessen. Das keimende Unkraut lässt sich am einfachsten mit Hilfe eines Gartenrechens oder eines Kräuels beseitigen. Diese oberflächliche Bearbeitung sollte bei Bedarf im Abstand von einigen Wochen wiederholt werden. Achtung: Die Fläche darf nicht mehr tief bearbeitet werden (max. 3cm). Nach der ersten tiefen Bodenbearbeitung (bei der der alte Bewuchs vernichtet wurde) sollte sich der Boden bis zur Saat mindestens 4 Wochen lang absetzen können.

Wer am gleichen Tag den Boden auffräst und dann aussät, wird kaum jemals Blumen in seinem Rasen entdecken.

Am Tag der Aussaat muss die ganze Fläche ein letztes Mal, ganz oberflächlich, bearbeitet werden.

 

Die Saat

Ideal ist die Zeit zwischen Mitte April und Mitte Juni, frühere oder spätere Saaten führen meistens zu einem Artenverlust oder zu einer Gräserdominanz.

Die Saatmenge von 10 Gramm pro Qua­dratmeter darf nicht überschritten werden.

Das benötigte Saatgut wird halbiert. Dann besät man mit der ersten Hälfte des Saatgutes die ganze Fläche. In einem zwei­ten Arbeitsgang wird nochmals die ganze Fläche mit dem Rest des Saatgutes besät. Das erste Mal schreitet man die Parzelle in Längsrichtung ab, das zweite Mal in Querrich­tung. Das Saatgut wird oberflächlich ausgestreut. Die frische Saat darf weder zugedeckt noch eingerecht werden. Nach der Aussaat brauchen die Samen Erdkontakt. Darum wird die ganze Fläche sorgfältig gewalzt oder mit einer Schaufel gut angeklopft.

 

Geduld haben

Wildkräuter brauchen 4 bis 8 Wochen Zeit, ehe sie auskei­men. Das spontan wachsende Unkraut ist jedoch schon nach 2 bis 3 Wochen sichtbar.

 

Unkraut

Das Jäten verursacht im Aussaatjahr mehr Schaden als Nutzen. Deshalb niemals jäten!

 

Bewässerung

Ein frisch gesäter UFA-Blumenrasen CH darf auch bei grosser Trockenheit nicht bewässert werden (gilt auch für die Folgejahre).

 

Schnecken

Sie lieben auskeimende Wildpflanzen. Die Tiere sind aber meist so anständig, dass sie nie den ganzen Bestand vernichten: Also keine Schneckenkörner streuen!

 

Unkrautschnitt im Aussaatjahr

Sobald kein Licht mehr auf den Boden fällt, ist es Zeit für den ersten Säuberungsschnitt. Dies trifft etwa 8 Wochen nach der Aussaat zu, wenn der Bestand etwa kniehoch aufgewachsen ist. Die Schnitthöhe beträgt etwa 8 cm. Das Schnittgut wird sorgfältig zusammengenommen und entsorgt. Der Säube­rungsschnitt kann auch mit einem hochgestellten Rasenmä­her mit Fangsack durchgeführt werden. Je nach Bodentyp und Nährstoffangebot sind im Aussaatjahr mehrere Säuberungs­schnitte nötig.

Im Frühling des nächsten Jahres dürfen Sie sich erstmals an Ihrem artenreichen Kräuterrasen erfreuen.

 

Pflege nach der ersten Überwinterung

Der erste Schnitt erfolgt im April, mit einem hochgestellten Rasenmäher, bevor die ersten Margeriten blühen. Wer sein Mähgerät beherrscht, darf problemlos einige Margeriten-Ku­ckuckslichtnelken-Inseln stehen lassen.

Die weiteren Schnitte richten sich nach der Nutzung und der Blütezeit der Lieblingsblumen. Am schönsten und arten­reichsten gedeiht ein UFA-Blumenrasen CH, wenn er 3 bis 4 Mal vor den Sommerferien und 2 bis 3 Mal nach der Sommerpause geschnitten wird.

 

Der UFA-Blumenrasen CH benötigt weder Dünger noch che­mische Pflanzenschutzmittel.