Rasen-Renovation nach Sommertrockenheit

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In Trockenperioden ist das Rasenwachstum stark eingeschränkt. Die Wurzeln können dem Boden nicht genügend Wasser entziehen, die Pflanze welkt. Verläuft dieser Welkevorgang über eine längere Zeit, können Blätter und Stiele vertrocknen und absterben. Je öfter und tiefer in Trockenperioden gemäht wird, umso mehr belastet dies den Rasen zusätzlich. Abgestorbenes Pflanzenmaterial verfault und führt zu lückigen Grasbeständen, in denen Hirsen und Unkräuter ungehindert auflaufen können. Betroffene Rasenflächen sollten deshalb jetzt wie folgt fachgerecht renoviert werden.

 

Unkrautbekämpfung
Stark verunkrautete Flächen können rund vier Wochen vor der eigentlichen Renovation mit einem spezifischen Rasenherbizid, z.B. Proclean Turf N, behandelt werden. (Da Proclean Turf N auch eine gewisse Bodenwirkung hat, muss nach dessen Einsatz mit der Nachsaat drei Wochen gewartet werden!).

Mähen
Der Rasen ist jetzt ausnahmsweise tief zu schneiden (ca. 1,5 cm), damit beim anschliessenden Vertikutieren möglichst viele vertrocknete Gräser und abgestorbenes Pflanzenmaterial (Rasenfilz) entfernt werden kann.

Vertikutieren
Die Nachsaat braucht einen sehr guten Bodenkontakt! Daher die Bodenoberfläche tiefer als üblich anritzen (ca. 6-8 mm) und kreuzweise vertikutieren. Das anfallende Material gründlich und sauber zusammenrechen.

Top Dressing
Mit einem speziellen Rasen-Topdress-Substrat, z.B. UFA-Rasenerde oder UFA-Rasenerde Extra, werden die Keimbedingungen des Saatgutes deutlich verbessert; ebenfalls können kleine Unebenheiten bis max. 2 cm ausgeglichen werden.

Nachsaat
Die Nachsaat erfolgt am besten mit einer speziellen Regenerationsmischung. Je nach Standort eignen sich folgende UFA-Mischungen:

  • Die Top-Mischung UFA-Regeneration Highspeed (situativ bis 30 g/m2 aussäen!) für Sportanlagen und die Sanierung von qualitativ hochwertigen Hausrasen. Durch die keimbeschleunigte Wiesenrispe sowie die ausläufertreibenden Englisch Raigräser, werden Lücken schnell und nachhaltig geschlossen
  • UFA-Regeneration für Hausrasen
  • Die Spezialmischung UFA-Regeneration Supina ist bei schattigen Hausumgebungen vorzuziehen. Sie zeigt langfristig hervorragende Eigenschaften und kann das Aufkommen von Moos unterdrücken
  • UFA-PRIMERA Highspeed; für grössere Kahlstellen mit einer Saatmenge von 20-25 g/m2 und für die Neusaat geeignet

Die Saatmenge muss für alle Mischungen der Grösse der Kahlstellen angepasst werden. Sie beträgt daher je nach Situation 15-30 g/m²! Die Lücken werden bei gutem Bodenschluss und fachgerechter Bewässerung schnell geschlossen und der Rasen ist nach vier bis sechs Wochen dicht.

Wichtig: Bewässerung
Während Auflauf und Keimung ist ein Austrocknen der oberen Bodenschicht unbedingt zu vermeiden. Von der Saat bzw. Nachsaat bis rund zwei Wochen danach bei fehlenden Niederschlägen ein- bis dreimal pro Tag wässern.

Düngung
Der Einsatz eines speziellen Rasen-Ansaatdüngers, z. Bsp. GreenPower Ideal oder Bellmont Park, kann gleichzeitig mit der Nachsaat erfolgen. Will man die älteren Gräser nicht zu stark fördern, wird erst nach etwa drei Wochen gedüngt.
Denken Sie daran, dass im Herbst eine kalibetonte Düngung wichtig ist. Damit gehen die Gräser kräftig und gesund in die Winterruhe und starten mit den besten Voraussetzungen in die nächste Saison.

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Rollrasen
Für eine Totalsanierung der Rasenfläche kann alternativ zur Neusaat Rollrasen verlegt werden. Am besten wird vorher die alte, eventuell vertrocknete Grasnarbe 2 cm tief abgeschält. Zwei bis drei Wochen nach der Verlegung des Rollrasens ist die Fläche bereits wieder voll belastbar. Witterungsbedingte Auflaufschwierigkeiten und die „Unkrautproblematik“ entfallen!

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