Mähroboter im Einsatz: Entscheidende Faktoren für ein schönes Grün

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Die Begeisterung für Mähroboter nimmt stetig zu. Vor allem in Hausrasen ist der kleine Helfer auf dem Vormarsch, um die Mäharbeit zu erleichtern. Immer grün und frisch geschnitten präsentiert sich der Rasen im besten Licht.

Die anstrengende Arbeit mit dem Handrasenmäher entfällt und das Schnittgut wird gemulcht. Durch den häufigen und regelmässigen Schnitt wird eine dichtere Grasnarbe erreicht. Aufgrund des ständigen Mähens werden die Gräser zum Wachstum angeregt, wachsen dichter und bilden vermehrt Seitentriebe aus. Infolgedessen haben Unkräuter weniger Chancen aufzuwachsen  nd werden unterdrückt. Der Rasen ist immer perfekt in Form und das bei einer beachtlichen Arbeits- und Zeiteinsparung gegenüber dem Handmähen. Aber wie sieht es mit der weiteren  Pflege aus? Wie anspruchsvoll ist die Düngung? Soll organisch oder mineralisch gedüngt werden? Besteht Verfilzungsgefahr? Braucht es bereits bei der Neusaat spezielles Saatgut?

Wir bringen Licht ins Dunkel und beantworten viele Fragen zur Rasenpflege beim Einsatz von Mährobotern.

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Welches Saatgut eignet sich für Flächen, die mit einem Mähroboter geschnitten werden?

Diese Frage kommt häufig von privaten Hausbesitzern, wie auch von verunsicherten Gartenbaufirmen. In der Werbung werden spezielle Rasenmischungen angepriesen, die besonders für Rasen mit Mährobotern geeignet sein sollen. Jedoch wird selten offengelegt, wie eine solche Mischung zusammengesetzt ist. Empfehlenswert ist eine Rasenmischung mit dicht wachsenden, sehr feinblättrigen Qualitätsgräsern. Diese sollen, wie bei jedem guten Rasen, möglichst krankheitsresistent sowie trockenheitsverträglich sein. Wichtig ist, dass ein geringer Anteil an filzbildenden Rotschwingel-Gräsern (Festuca ssp.) enthalten ist. Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit des Rasens an verschiedene Standorte und Böden ist zudem ein ausschlaggebendes Kriterium. Eine Rasenmischung mit 45% schnell keimenden Raigräsern, 35% trockenheits- und krankheitsresistenten Wiesenrispengräsern sowie einem geringen Anteil von 20%  Rotschwingelgräsern erfüllt diese Bedingungen hervorragend. UFA-PRIMERA Highspeed entspricht all diesen Kriterien und ist somit die perfekte Rasenmischung für Flächen, die mit dem Mähroboter gemäht werden.

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Nachsaat: Ist eine spezielle Mähroboter-Nachsaatmischung nötig?

Bei Flächen, die mit dem Mähroboter gemäht werden, besteht die Gefahr, dass sich unerwünschte, flachwurzelnde und krankheitsanfällige Gräser verbreiten. Es ist daher extrem wichtig, dass diese Flächen vertikutiert, eventuell aerifiziert und regelmässig mit guten Qualitätszuchtgräsern nachgesät werden. Ausschlaggebend für den Erfolg ist die Wahl einer strapazierfähigen Nachsaatmischung mit belastbaren Rasenzuchtgräsern.
Die Samenmischung UFA-Regeneration Highspeed ist für Rasenflächen, die mit dem Mähroboter geschnitten werden, die beste Mischung zur Nachsaat.
Sie enthält verschiedene Lolium perenne-Sorten (inklusive tetraploide und ausläufertreibende Top-Sorten) gemischt mit einem Anteil von sehr robusten Poa pratensis-Gräsern. Nach dem Vertikutieren erfolgt die Nachsaat in den aufgekratzten Boden. Zur Verbesserung der Keimbedingungen wird die Fläche leicht mit UFA-Rasenerde oder UFA-Rasenerde Extra überstreut.

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Welchen Dünger benötigt der Rasen beim Einsatz eines Mähroboters?

Durch das ständige Mulchen können nach unserer Erfahrung maximal 20 bis 30% Dünger eingespart werden. Der Abbau des liegengebliebenen Schnittgutes braucht zur Verrottung einen gewissen Anteil an verfügbarem Stickstoff, der dann unter Umständen den Rasenpflanzen nicht zur Verfügung steht. Da das Schnittgut nicht abgeführt wird, werden Nährstoffe wie Phosphor, Kalium und Magnesium der Rasenfläche nicht entzogen. Somit kann es in der Folge zu einer Anreicherung im Boden kommen. Dies lässt sich am geeignetsten alle paar Jahre mit einer Bodenanalyse überprüfen, was besonders für grosse Flächen empfehlenswert ist.

Grundsätzlich soll der Rasen gesund und dicht wachsen. Dazu braucht er eine ausgewogene Ernährung. Eine Kombination aus sofort wirksamem Stickstoff und Langzeitstickstoff gleicht die ungenügende Stickstofffreisetzung aus dem Schnittgut aus. Dies sichert über einen langen Zeitraum eine gleichmässige und bedarfsgerechte Stickstoffversorgung und verhindert eine Mangelsituation. Phosphor und vor allem Kalium sowie Magnesium als weitere Inhaltsstoffe verbessern die Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit des Rasens und gewährleisten einen optimalen Grünaspekt. Spezielle «Robo-Dünger» sind daher nicht nötig. Herkömmliche Dünger, wie zum Beispiel Bellmont Park, GreenPower Ideal oder die organischen Dünger UFA-Organic und EVER7, eignen sich bestens auch für Rasen, die mit Mährobotern gemäht werden.

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Mineralische oder organische Dünger verwenden?

Wie bei jeder Rasenfläche kann diese Frage nicht eindeutig beantwortet werden. Die Nutzung des Rasens, wie zum Beispiel durch spielende Kinder, sowie die Bodenverhältnisse stellen eine wichtige Rolle dar. Ob organisch oder mineralisch gedüngt wird, ist Überzeugungssache. Gewiss ist, dass Rasengräser die Nährstoffe Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium (N-P-K-Mg) benötigen, um dicht zu wachsen sowie gesund und robust zu bleiben.

Mineralische Rasen-Langzeitdünger können sehr gezielt und ohne Verluste an die Umwelt eingesetzt werden.

Beim Einsatz von organischen Düngern werden Mikroorganismen im Boden für die Umwandlung und Freisetzung der Nährstoffe benötigt. Durch die enthaltene, organische Substanz erhöht sich die Mikroorganismentätigkeit. Somit ist ein organischer Dünger für die langfristige Verbesserung des Bodens und der Nährstoffverfügbarkeit geeignet. Die höhere biologische Aktivität im Boden kann ebenso dazu beitragen, dass Rasenfilz besser abgebaut wird oder weniger schnell zunimmt. Das Speichervermögen für Wasser und Nährstoffe steigt; es stellt sich eine langsame, aber permanente Stickstoffnachlieferung ein. So können, wie bei mineralischen Langzeitrasendüngern, plötzliche Wachstumsschübe der Rasengräser fast ausgeschlossen werden.

UFA-PRIMERA Highspeed

Qualifiziertes Saatgut

UFA-Rasenerde und UFA-Regeneration Highspeed

für Neu- und Nachsaat

UFA-Organic, EVER7, GreenPower und Bellmont Park

sowie geeignete Dünger

Auf was muss bei Mähroboterflächen besonders geachtet werden?

An schattigen, feuchten und engen Stellen schädigt der Mähroboter durch das häufige Wenden oftmals die Grasnarbe. Um solchen Schäden vorzubeugen, ist das Einarbeiten von Perlit beim Erstellen der Planie empfehlenswert. Damit wird die Wasserführung im Boden langfristig verbessert und der Untergrund für die Beanspruchung optimiert.

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Ist der Mähroboter bei einer Neusaat geeignet?

Bei einer Graslänge von max. 8 cm muss bei der Neusaat mit dem ersten Rasenschnitt begonnen werden. Hierbei ist ein Handmäher geeigneter, da mit ihm schonender gemäht werden kann. Mähroboter schädigen die jungen Triebe durch das häufige Wenden auf engem Raum. Ebenfalls von Vorteil ist beim Handmäher mit Fangkorb, dass das Schnittgut entfernt wird. Somit werden später keimende Rasengräser, wie die Poa pratensis, in ihrem Wuchs nicht beeinträchtigt. Nach etwa 4 bis 5 konventionellen Mähschnitten kann der Mähroboter die Arbeit bernehmen.

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Fördern Mähroboter den Wuchs unerwünschter Gräser?

Durch das häufige Mulchen verbreitet sich das immerblühende Poa annua sehr stark. Poa annua (Einjähriges Rispengras) bilden innerhalb sehr kurzer Zeit Samen, die mit dem Rasenschnitt auf dem Boden verteilt werden. Mähroboter erzeugen beim Mähen keinen Luftsog, der die Gräser aufstellt. Somit bleiben die Gräser flach am Boden und einige wachsen horizontal. So auch die Poa trivialis (Gemeines Rispengras) mit ihren oberirdischen Ausläufern, die vom Mähmesser nicht erfasst werden können. Poa annua und Poa trivialis sind unerwünschte, flachwurzelnde sowie nicht strapazierfähige Fremdgräser.

Samenbildende Poa annua

Samenbildende Poa annua

"Aufgerechte" Poa trivialis

"Aufgerechte" Poa trivialis

Wird Rasenfilz mit Mährobotern gefördert oder unterdrückt?

Da beim Mähen mit einem Mähroboter ständig nur die Halmspitzen geschnitten werden, fällt wenig und sehr junges Pflanzenmaterial als Schnittgut an. Dieses wird auf natürliche Weise abgebaut und kann dem Rasen wieder als Dünger dienen. Allerdings ist die Umwandlung von Bodentemperatur und -feuchtigkeit abhängig, sodass es zu Nährstoffmangel kommen kann. Unter Nährstoffmangel zersetzt sich das Schnittgut ungenügend und es entsteht Rasenfilz. Eine ausgewogene Düngung und regelmässiges Vertikutieren hilft den Rasen in Schwung zu halten und unterstützt den Abbau von Rasenfilz.

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Ist es ratsam, hin und wieder konventionell zu mähen?

Bei folgenden Situationen ist es ratsam den Handmäher zum Einsatz zu bringen:

  • Für den ersten Schnitt im Frühjahr, wenn an schattigen Stellen noch kaum Rasenwachstum vorhanden ist
  • Nach Schneeschimmelschäden, die früh im Jahr nachgesät wurden, sind mindestens zwei Rasenschnitte mit dem Handmäher empfehlenswert
  • Vor dem Vertikutieren, um den Rasen tiefer zu schneiden
  • Zwei bis drei Schnitte nach einer Nachsaat
  • Ende der Saison, wenn eine hohe Wurmaktivität vorhanden ist

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Wie häufig soll gemäht werden?

Optimal ist eine Programmierung, die die komplette Rasenfläche mindestens 3-mal in der Woche mäht. Wenn Gräser zur Seite wachsen, ist es ratsam, den Rasen aufzurechen. Wird der Rasen weniger oft gemäht, fällt langes Schnittgut an, das sich nicht schnell genug zersetzt. Es bildet sich vermehrt Rasenfilz. Für eine bessere Widerstandsfähigkeit ist es ratsam, den Rasen im Sommer auf ca. 4 cm zu mähen. Im Frühjahr und Herbst ist eine Schnitthöhe von 3,5 cm angemessen.

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Schadet es, wenn in der Mittagszeit bei voller Sonne gemäht wird?

Um den Rasen so wenig wie möglich zu stressen, ist es ratsam, den Mähroboter nicht bei extremer Hitze mähen zu lassen. Geeignet ist dafür der Vormittag, wenn sich die Gräser vom Hitzestress erholt haben und die Feuchtigkeit vom Morgentau abgetrocknet ist.

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Was ist der Grund für abgerissene, ausgetrocknete oder vergilbte Grasspitzen?

Scharfe Messer sind unerlässlich! Erscheinen die Halme oben ausgefranst und grau, sollten die Messer getauscht oder geschliffen werden. Scharfe Schneidwerkzeuge sind unabhängig der gewählten Mähmethode ein Muss. Ansonsten steigt die Infektionsgefahr durch Pilzkrankheiten deutlich an.

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Ist das Mähen bei Regenwetter möglich?

Durch die kurzen Mähintervalle verklebt das Mähgut nicht. Vorsicht ist bei schweren, tonhaltigen Böden geboten. Aufgrund von Feuchtigkeit und Schnittgut kann eine schmierige «Schicht» entstehen. Nasse Böden werden in der Regel durch den leichten Mähroboter wenig belastet. Im Gegensatz dazu verdichten Benzin- oder Aufsitzmäher durch ihr Gewicht den aufgeweichten Boden. Bei Regenwetter sollte der Mähroboter demzufolge reduziert eingesetzt werden. Ansonsten können Schäden an der Grasnarbe entstehen.

 

Abgerissene und ausgetrocknete Grasspitzen

Abgerissene und ausgetrocknete Grasspitzen

Mähroboter bei Regenwetter

Mähroboter bei Regenwetter

Mähroboter im Einsatz:
Entscheidende Faktoren für ein schönes Grün zusammengefasst

  • Bei Neusaaten die qualitativ hochwertige Rasenmischung UFA-PRIMERA Highspeed verwenden: Sie ist belastbar und enthält schnell wachsende Rasensorten
  • Regelmässig die Rasenfläche mit UFA-Regeneration Highspeed nachsäen, um die Entwicklung von Fremdgräsern zu unterdrücken
  • Eine regelmässige Düngung ist unerlässlich, eventuell organischen Dünger zur Unterstützung des Filzabbaus einsetzen
  • Ideale Schnitthöhe von 3,5 cm nicht unterschreiten
  • 1- bis 2-mal im Jahr vertikutieren
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