Sorghum eine Alternative nach Gerste

Trockenheitstolerante Futterpflanzen sind gefragt

In den letzten Jahren ist der Anbau von einschnittigem Sorghum gestiegen. Der Anbau von Sorghum kann eine interessante Alternative sein für Produzenten die eine Kultur suchen die trockenheitstolerant ist und weniger Wasser als Mais benötigt. Auch als Zweitfrucht nach Gerste bringt Sorghum noch sehr gute Erträge von rund 8-12 t/TS pro ha. Wichtig ist, dass Sorghum möglichst schnell nach der Gerstenernte (bis Anfangs Juli) gesät wird, damit die Pflanzen im Herbst den nötigen TS-Gehalt von 25-28 Prozent erreichen. Die Jugendentwicklung von Sorghum ist zu Beginn relativ langsam, sobald es jedoch kniehoch ist, schiesst es zügig in die Höhe. Wichtig ist, dass die Saatdichte von 20 bis 25 Körnern (KWS Sole 35Kö.) eingehalten wird (Standfestigkeit). Die Besten Saatergebnisse werden mit der Einzelkornsaat mit einer konstanten Tiefenführung (4 cm) und Rückverfestigung erzielt. Zu empfehlen ist auch ein NP-Unterfuss-Dünger um die Jugendentwicklung zu fördern. Aber Achtung, vor Verätzungen des Keimlings. Für den Pflanzenschutz bei Sorghum wird das Herbizid Gardo Gold 4l/ha bis Ende Juni oder Arat 200 g + Dash 1 lt, (keine Gräserwirkung) empfohlen. Die Applikation erfolgt im 3 bis 6 Blattstadium. Geerntet wird mit einem Feldhäcksler, die Siliereigenschaften sind vergleichbar mit Mais, da Sorghum noch relativ viel Zucker, aber keine Stärke enthält. (Kann auch mit Silomais gemischt werden) Sorghum kann bis 5 Meter hoch werden. Wichtig ist, dass er wegen der Blausäure mindestens 60 cm gross sein muss, wenn er grün verfüttert wird.

In der Fütterung bringt Sorghum einen relativ geringen Energieanteil (5,0-5,5 NEL) dafür einen hohen Faseranteil und ist deshalb für eine extensive Fütterung für Mutterkühe, Galtkühe, Rinder ideal. Aber auch in Verbindung mit Zwischenfutter das Energiereich aber wenig Struktur hat, kann Sorghum eine ideale Ergänzung sein.

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Der einschnittige Silo-Sorghum kann bis 5 Meter hoch werden

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