Peacor, ein natürliches Projekt gegen Krähenfrass

Peacor ist ein ökologischer Ansatz um die Frassschäden von Krähen im Mais mittels Eiweisserbsen zu reduzieren.

Nicht mehr lange und der Mais wird wieder vielerorts ausgesät. Das Projekt  Peacor von Limagrain widmet sich einer simplen, nicht-chemischen Lösung um dem Krähenfrass Herr zu werden. Seit diesem Jahr hilft auch die Forschungsanstalt Agroscope mit.

Die Idee ist, dass ein Steifen Eiweisserbsen neben dem Mais ausgesät wird und so das natürliche Verhalten der Vögel genutzet wird, sie vom Mais fernzuhalten. Da Krähen eine Vorliebe für Erbsen haben (hoher Eiweissbedarf für die Aufzucht ihrer Küken), können sie mit Erbsen in der Parzelle abgelenkt werden.

Limagrain-Versuche in fünf Ländern

In einem westeuropäischen Versuchsnetz (Dänemark, Deutschland, Frankreich, Niederlande und Spanien) finden von Limagrain Anbauversuche, in den Kulturen Mais und Sonnenblumen, unter Praxisbedingungen statt. Die Versuche werden dabei mithilfe von Agrility Tools überwacht. Bisher wurden mehr als 600 Daten bei Mais und 190 bei Sonnenblumen erhoben. Diese Daten konnten aufzeigen, dass bei einem mittleren Schadensdruck (< 30 Prozent Schaden) die Peacor- Fläche eine signifikant höhere Bestandesdichte aufwies, als die nicht-behandelte Fläche.

Anwendung geeignet bei mittlerem Frassdruck (< 30 Prozent Schaden)

Als Position für das Erbsenband sind sowohl der Rand, als auch die Mitte der Fläche geeignet. Zudem kann der Mais auch in die Erbsensaat gesät werden, um eine keine Verluste bei der Maisfläche zu haben. Ein 3 Meter Streifen mit Eiweisserbsen reicht aus, um  bis zu fünf Hektar zu schützen.  Meistens reichen 25 Kilo Saatgut pro Streifen. Die Saatmenge wird auf 500 kg/ha eingestellt (Doppelt so viel wie normal). Die Saat sollte nicht zu tiefer erfolgen, so dass sie für die Krähen oberflächllich gut verfügbar sind. Weiter ist zu beachten, dass die Erbsen nicht quer durch den Mais gesät werden, damit die Vögel sich auf die Erbsenfläche konzentrieren. 

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