Saat und Pflege von Wildblumenwiesen

Bei der Saat und Pflege von Wildblumenwiesen sind ein paar wenige Regeln zu befolgen, sonst führen Wiesen oft nicht zum erwarteten Erfolg.


Saatzeit

Die beste Saatzeit ist im Mittelland Mitte April (Vegetationsbeginn) bis Mitte Juni. Hochsommer- und Herbstsaaten führen meist zu einem Artenverlust und zu gräserreichen Ausgangsbeständen.

Pflege im Saatjahr

Die Keimzeit der einzelnen Arten dauert bis zu drei Monaten. Neben der gesäten Wildblumenwiese gedeihen auch spontane Unkräuter. Sobald diese zuviel Schatten auf den Boden werfen und bevor diese zu blühen anfangen, werden sie mit hochgestellten Mäher abgeschnitten. Damit erreichen wir, dass sich die Spontanvegetation nicht aussamen kann und wieder genügend Licht für die wachsenden Keimlinge auf dem Boden kommt. Oft sind im Saatjahr mehrere Säuberungsschnitte notwendig. Ausreissen von Unkräutern richtet in diesem Fall meist mehr Schaden als Nutzen an, da die feinen Keimlinge gestört werden.

Pflege in den Folgejahren

Pro Jahr muss je nach Standort mit 1 bis 3 Heuschnitten gerechnet werden. Der beste Zeitpunkt für den ersten Schnitt ist dann, wenn die meisten Pflanzen Samen gebildet haben; dies ist je nach Standort Anfang bis Ende Juni. Für die Artenvielfalt der Wildblumenwiese ist es sinnvoll die Wildblumenwiese nicht immer zur gleichen Zeit zu schneiden, damit die Samen der einzelnen Arten, welche zu verschiedenen Zeitpunkten ausreifen, neue Pflanzen bilden können.
Ausdauernde Problemunkräuter sollten vor der Blüte von Hand abgeschnitten oder sorgfältig ausgestochen werden. Keine Angst müssen Sie jedoch vor Weissklee und Löwenzahn haben. Diese zwei Arten reduzieren ihre Präsenz innerhalb von 5 Jahren auf ein erträgliches Mass.