Öllein

Seit 2004 erhält der Öllein den selben Bundesbeitrag wie die anderen Ölkulturen und gewinnt somit an Interesse. Die Tierernährung ist ein Absatzmarkt.
Mit einem Durchschnittsertrag von 20 bis 25 dt/ha und die auf dem Markt realisierten Preise ist der Deckungsbeitrag tiefer als bei anderen Ölfrüchten.


Anbautechnik
Anbauzonen
Sommeröllein kann in allen wichtigen Ackerbauzonen angebaut werden.
Winteröllein hat eine ähnliche Kältetoleranz wie Wintergerste.

Boden und Saatbett
Lein braucht genügend Wasser während der Blüte und ist auf flachgründigen Böden weniger geeignet.
Feinkrümeliges und rückverfestigtes Saatbett (wie für Raps). Pflugloser Anbau von Winteröllein auf einem gut strukturierten Boden nach einer oberflächlichen Bearbeitung (3 bis 4 cm), verringert die Gefahr von Auswinterungsschäden.

Fruchtfolge
Ideal zwischen zwei Getreide Kulturen. Nicht nach Mais oder Raps, die mit Atrazin oder Napropamid gespritz wurden. Lein ist sehr empfindlich auf Rückstände dieser Produkte. Anbaupause von mind. 6 Jahren einhalten.

Düngung
N 80 kg/ha, P2O5 35 kg/ha, K2O 65 kg/ha, Mg 5 kg/ha.
Lein braucht Zink: 1 l/ha Zintrac im 2-Blatt-Stadium spritzen, wenn das Saatgut nicht mit Zink gebeizt ist.
Stickstoffdüngung: Winteröllein: gleich nach der Vegetationsruhe. Sommeröllein: eine Gabe zur Saat.

Saat
Sommeröllein: März bis Anfang April; Winteröllein: mitte September.
Reihenabstand wie Getreide. Saatteife: 1,5 bis 2 cm.

Schädlinge
Erdflöhe: Bekämpfung wenn Frasschäden vorhanden sind, von Keimstadium bis 5 cm Pflanzenhöhe.
Thripse (Blasenfüsser): Schäden ab 10 cm Pflanzenhöhe bis Blüte. Bekämpfung wenn mehr als 5 Thripse pro Pflanze gezählt werden.

Krankheiten
Septoria, Alternaria und Botrytis können Schaden anrichten.

Ernte
Mit dem Mähdrescher zwischen Ende Juli bis Ende August wenn die Pflanzen trocken sind und die Körner in den Kapseln rascheln. Winteröllein erreicht die Erntereife 2-3 Wochen früher.

Weitere Informationen finden Sie im UFA Felsamenkatalog 2008