Sonnenblumen

Kontingent 2009
Das Rahmenabkommen mit den Oelwerken umfasst ein Kontingent von 18´000 Tonnen, max. 12´000 davon High-oleic Sonnenblumen.


Anbautechnik
Anbauzonen und Boden
Bevorzugt werden warme Gebiete, 550 bis 600 m ü.M. mit wenig Niederschlag und Nebel im August-September.
Schwere, wasserstauende und humose Böden eignen sich schlechter.
Sonnenblumen ertragen Trockenperioden besser als Soja und Mais. Trotzdem sind Blütezeit und Kornausbildung kritische Phasen.

Fruchtfolge
Anbaupause 3 Jahre. Nach ÖLN-Richtlinien sollen Sonnenblumen und Raps zusammen 25% der Ackerland-Fläche nicht überschreiten.

Düngung
Siehe unter http://www.landor.ch/

Bodenvorbereitung
Tief gelockerter Boden fördert die Pfahlwurzel und ein feinkrümeliges Saatbett verhindert die Krustenbildung. Bodenverdichtungen sind sehr ungüstig.

Saatzeit
Anfang bis Ende April (Bodentemperatur mind. 8°C in 5 cm Tiefe)

Saatdichte
Je nach Bodenverhältnissen 65´000 bis 75´000 Körner/ha; optimale Bestandesdichte von 55´000 bis 60´000 Pflanzen je Hektare. Saatgut in Dosen von 75´000 Körnern.

Saat
Saattiefe: 2 bis 3 cm. Reihenabstand: 45 bis 50 cm

Ernte
Ist die Erntereife erreicht, werden die Blütenkörbe braun und gewölbt und die Röhrenblüten fallen ab. Sonnenblumen sind bei einer Feuchtigkeit von 9 bis 12% ideal zum Ernten. Ist sie tiefer gibt es zuviel Ausfallverluste.

High oleic Sonnenblumen
Diese Sonnenblumen enthalten 76 bis 88 % Ölsäure (C 18:1) gegenüber 20 bis 25 % der übrigen Sorten.
Der Anbau von High-oleic-Sonnenblumen wird von der inländischen Nahrungsmittelindustrie mit höheren Produzentenpreisen gefördert. Der höhere Preis gilt nur für Erntegut, das den hohen qualitativen Anforderungen (76 bis 88 % Ölsäure) entspricht.

Anforderungen für den Anbau von high oleic-Sonnenblumen

  • ein spezieller Anbauvertrag mit dem Abnehmer
  • eine hohe Temperatursumme während 25 Tagen gleich nach der Blüte beeinflusst den Ölsäurengehalt positiv
  • eine dem Standort angepasste Sorte wählen (Frühreife)
  • ein Isolationsabstand von mindestens 200 m zu konventionellen Sonnenblumenfeldern einhalten, um eine Fremdbefruchtung (Verminderung des Ölsäurengehaltes) zu verhindern. «Produktionsbecken» für High oleic Sonnenblumen bilden
  • die Sämaschine vor dem Säen und den Mähdrescher vor der Ernte sauber entleeren um jegliche Vermischung zu verhindern
  • getrennt ernten, transportieren, trocknen und lagern.
Weitere Informationen finden Sie im aktuellen UFA Feldsamenkatalog